w-hoch-drei.rocks Was wir tun
Ausbildung W3issensträger*innen
Ausbildung zur W³issensträger*in
Das Herzstück von W³ 2.0 ist die Ausbildung junger Menschen im Alter von 13 bis 27 Jahren zu W³issensträger*innen. Nach der Ausbildungsphase gestalten die W³issensträger*innen das Projekt aktiv mit und unterstützen die Gruppenleiter*innen bei Workshops.
Erste Phase: Wöchentliche Gruppenstunden
Ablauf und Inhalte der Ausbildung
Die Ausbildung findet über einen Zeitraum von 9–12 Monaten in wöchentlichen Gruppenstunden statt, wobei am Ende dieser Ausbildung eine feierliche Zertifizierung stattfindet.
Dabei geht es um weit mehr als reine Wissensvermittlung. In entspannter Atmosphäre treffen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, essen gemeinsam, diskutieren, tauschen Erfahrungen aus und verbringen miteinander eine gute Zeit.
Die Gruppenstunden verbinden persönliche Begegnung, gesellschaftliche Bildung und gemeinsame Aktivitäten. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Fragen auseinander und entwickeln dabei Schritt für Schritt ihre eigene Haltung.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, fertige Antworten oder vorgegebene Positionen zu vermitteln. Die jungen Menschen sollen lernen, eigene Überzeugungen zu hinterfragen, andere Perspektiven auszuhalten, miteinander zu diskutieren und sich auf Grundlage demokratischer Werte eine eigene reflektierte Meinung zu bilden.
Was lernen wir gemeinsam?
Zu den zentralen Themen gehören unter anderem:
- Demokratie und Grundrechte
- Gleichberechtigung
- Vielfalt und Identität
- Migration und Integration
- Rassismus und Diskriminierung
- Gewaltprävention
- Geschlechterrollen
- Religion und Weltanschauung
- gesellschaftliche Verantwortung
- Respektvolles Zusammenleben
Dabei steht immer die Frage im Mittelpunkt, was diese Themen mit dem eigenen Leben zu tun haben.
Lernen, ausprobieren und selbst erfahren
W³ 2.0 verbindet Wissensvermittlung mit erfahrungsorientiertem Lernen.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
- Moderierte Gesprächsrunden
- Diskussionen und philosophische Gespräche
- Rollenspiele
- Theaterpädagogische Methoden
- Fachvorträge
- Kreative Workshops
- Filme und audiovisuelle Methoden
- Gemeinsame Aktivitäten
- Ausflüge und Exkursionen
- Bildungsreisen
So werden gesellschaftliche Fragestellungen nicht nur theoretisch besprochen, sondern mit den persönlichen Erfahrungen und der eigenen Lebenswelt der Teilnehmenden verbunden.
Gleichzeitig stärken die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wichtige Fähigkeiten für ihr persönliches und gesellschaftliches Leben:
- Kommunikationsfähigkeit
- Selbstwirksamkeit
- Empathie
- Toleranz
- Konfliktfähigkeit
- Perspektivwechsel
- Entscheidungsfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Interkulturelle Kompetenz
- Und vieles mehr
Gemeinsam aktiv sein
Gemeinsame Erlebnisse und Freizeitaktivitäten sind ein wichtiger Bestandteil der Gruppenarbeit. Beim Wandern, im Kletterwald, beim Bowling, im Kino, bei Grill- und Spieleabenden oder bei gemeinsamen Ausflügen entstehen Begegnungen ganz selbstverständlich. Die Jugendlichen lernen sich besser kennen und Freundschaften entstehen. Die W³ 2.0-Gruppenleiter*innen werden zu wichtigen Bezugspersonen und Ansprechpartner*innen. Die gemeinsamen Erlebnisse haben einen hohen Wert für das Projekt, da Vertrauen, Gemeinschaft und gegenseitiges Verständnis eben nicht nur im Seminarraum entstehen.
Gemeinsam erleben, gemeinsam lachen und gemeinsam diskutieren – auch das ist W³ 2.0.
Edona Gashi
"Das Schöne am Projekt ist, dass die Jugendlichen nach der Ausbildungsphase zur W³issensträger*in weiter aktiv im Projekt beteiligt sind und ihr Wissen an andere weitergeben."
Projektleitung
Zweite Phase: W³issensträger*innen in Aktion
Von W³issensträger*innen zu Multiplikator*innen
Die W³issensträger*innen können ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre persönlichen Perspektiven anschließend in Workshops, Veranstaltungen und weiteren Projektformaten einbringen.
Gerade weil sie selbst junge Menschen sind und unterschiedliche Lebensgeschichten mitbringen, können sie anderen Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. Der Peer-to-Peer-Ansatz ermöglicht einen authentischen Austausch über Themen, die im Alltag junger Menschen eine wichtige Rolle spielen.
Wissen und Werte weitertragen
Dabei geht es nicht darum, den Teilnehmer*innen fertige Antworten zu geben. Die Workshops sollen vielmehr:
- zum Nachdenken und Diskutieren anregen,
- Vorurteile sichtbar machen,
- unterschiedliche Perspektiven eröffnen,
- Perspektivwechsel ermöglichen,
- eigene Einstellungen kritisch hinterfragen lassen,
- und den Austausch miteinander fördern.
Die Workshops werden an das Alter, die Zusammensetzung und die konkreten Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst.
So bleibt das Wissen nicht innerhalb der W³ 2.0-Gruppe.
Es wird weitergetragen – in Schulen, Freundeskreise, Familien, Vereine und weitere gesellschaftliche Räume.
Damit entsteht ein Multiplikationseffekt:
Teilnehmen → lernen → reflektieren → W³issensträger*in werden → Wissen weitergeben → andere erreichen
Genau darin liegt ein wesentlicher Teil der nachhaltigen Wirkung von W³ 2.0.

Edona Gashi