W³ 2.0 – und das Kanapee mittendrin
Mit vielen bekannten und neuen Gesichtern wurde der Start der neuen Projektphase in den Räumlichkeiten der gfi Alpenvorland in Rosenheim im Rahmen des zweiten Kanapee-Gesprächs gefeiert. Nach der Begrüßung durch Roberta Basilico, Standortleiterin der gfi Alpenvorland, nahm Ludwig Hartmann, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, auf dem W³ Kanapee Platz.
Für W³ 2.0 ist der Abend mehr als eine Fortführung des außergewöhnlichen Gesprächsformats: Er markiert den offiziellen Auftakt einer neuen Projektphase. Das Projekt geht mit neuen Ideen, erweiterten Zielgruppen und zahlreichen neuen Angeboten an den Start – und bleibt dabei seinem Kern treu: Menschen zusammenzubringen, Perspektiven zu öffnen und einen Raum für Begegnung und Austausch zu schaffen.
Demokratie beginnt vor der eigenen Haustür
Im Gespräch mit Tayfun Samli erzählte Ludwig Hartmann zunächst von seinem persönlichen Weg in die Politik. Seine eigene Motivation entstand bereits als Jugendlicher, als er sich gemeinsam mit anderen für den Bau eines Skateparks in seiner Heimat einsetzte.
Seine Geschichte machte deutlich: Politisches Engagement beginnt nicht erst im Parlament. Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Ideen, Wünsche und Anliegen einbringen und den Mut haben, Veränderungen anzustoßen.
Mit viel Humor, Feingefühl und kritischen Nachfragen entwickelte sich ein offenes Gespräch über politische Teilhabe junger Menschen, Migrationspolitik und die Frage, wie ein respektvoller Umgang trotz unterschiedlicher Meinungen gelingen kann.
Miteinander reden, auch wenn wir nicht einer Meinung sind
Ein zentraler Gedanke des Abends: Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie. Es geht nicht darum, immer einer Meinung zu sein, sondern darum, einander zuzuhören, unterschiedliche Positionen auszuhalten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Auch über Fehler in der Politik wurde offen gesprochen. Eine Gesellschaft brauche eine konstruktive Fehlerkultur, in der Menschen zu Entscheidungen stehen und aus Fehlern lernen können, ohne sofort persönlich angegriffen zu werden.
Besonders eindrucksvoll war Hartmanns Appell, neben allen Herausforderungen auch den Blick auf das zu richten, was bereits gelungen ist. Demokratie habe in den vergangenen Jahrzehnten vieles verbessert. Gerade in schwierigen Zeiten sei es wichtig, Erreichtes wertzuschätzen und Zuversicht zu bewahren.
Viele Stimmen, ein gemeinsames Gespräch
Im zweiten Teil des Abends wurde aus dem Gespräch eine offene Diskussionsrunde. Gemeinsam mit Ludwig Hartmann, Alois Loferer, Erster Bürgermeister des Marktes Bad Endorf, Alexandra Burgmaier, stellvertretender Landrätin des Landkreises Rosenheim, Tayfun Samli und Ahmet Aydin diskutierte das Publikum über Demokratie, Integration und politische Teilhabe.
Besonders berührend waren die persönlichen Erfahrungen von Ahmet Aydin, der nach Deutschland eingewandert ist und von den bürokratischen Herausforderungen auf seinem Weg in Ausbildung und Beruf berichtete. Seine Geschichte zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Menschen zuzuhören und ihre Perspektiven ernst zu nehmen.
Auch die Besucher*innen wurden Teil des Gesprächs. Sie stellten Fragen, teilten eigene Erfahrungen und diskutierten offen mit den Podiumsgästen. Genau hier wurde spürbar, was W³ 2.0 ausmacht: Unterschiedliche Menschen und Perspektiven kommen zusammen – und aus Begegnung entsteht Verständnis.
Mit vielen Ideen in eine neue W³ 2.0-Zukunft
Der Abend auf dem W³ 2.0 Kanapee war damit nicht nur ein gelungener Auftakt der neuen Projektphase, sondern auch ein Vorgeschmack auf das, was W³ 2.0 in Zukunft bewegen möchte.
Neue Angebote, neue Zielgruppen und neue Möglichkeiten zur Begegnung warten darauf, entdeckt zu werden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Menschen, ihre Geschichten und die Frage, wie wir unsere Gesellschaft gemeinsam gestalten können.
Das W³ 2.0-Team bedankt sich bei allen Gästen und Besucher*innen, die diesen besonderen Abend mit ihren Fragen, Gedanken und persönlichen Geschichten bereichert haben.
Natürlich wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „W³ 2.0 Kanapee-Gespräch“ auch in der neuen Projektphase fortgeführt. Die Besucher*innen dürfen sich auf spannende Gäste aus ganz unterschiedlichen Bereichen, vielfältige Perspektiven und vor allem auf viele weitere offene und inspirierende Gespräche freuen.